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Mit Freunden übers Internet spielen, ohne dein Netzwerk zu öffnen

Ein Freund will heute Abend mitspielen, ist aber nicht in deinem WLAN. So erreicht er einen Punktfunk-Host und sonst nichts in deinem Netzwerk.

Dein Freund hat einen Controller und einen freien Abend, wohnt aber am anderen Ende der Stadt. Nimmst du ihn in dein VPN, sieht er auch dein NAS und deinen Router; leitest du einen Port weiter, kann jeder im Internet anklopfen. Wer streamen darf und was er darf, regelt Punktfunk schon selbst. Du brauchst nur einen schmalen Weg hinein.

Zuerst: den Video-Port festlegen

Video nutzt für jede Session einen zufälligen UDP-Port; ein Tunnel braucht einen festen. Füg diese Zeile in host.env ein (~/.config/punktfunk/host.env, unter Windows %ProgramData%\punktfunk\host.env) und starte den Host neu:

PUNKTFUNK_DATA_PORT=9779

Jeder freie UDP-Port geht, außer 9778, den das Streaming im Browser nutzt. Der feste Port trägt immer nur eine Session, also streamt immer nur ein Freund gleichzeitig.

Freund mit Steam: Porthole

Porthole ist eine kostenlose Steam-App, die die Ports, die du auswählst, mit deinen Steam-Freunden teilt, hinter jedem Router.

  1. Ihr installiert beide Porthole über Steam.
  2. Du machst eine Lobby auf und teilst UDP 9777 und 9779, ohne Umleitung. Nimm TCP 47990 dazu, wenn dein Freund deine Spielebibliothek sehen soll.
  3. Dein Freund tritt bei, nimmt die Ports an und fügt in seiner Punktfunk-App 127.0.0.1:9777 als Host hinzu.
  4. Du lässt ihn rein (siehe unten).

Handy, Tablet oder Apple TV: Tailscale-Freigabe

Tailscale kann eine einzelne Maschine mit jemandem außerhalb deines Netzwerks teilen. Öffne in der Admin-Konsole von Tailscale das Menü ⋯ des Hosts → Share und schick die Einladung; jedes kostenlose Tailscale-Konto kann sie annehmen. Dein Freund installiert Tailscale auf dem Gerät, von dem er streamt; nur die App für LG-Fernseher kann das nicht.

Die Falle: Die Standardregel von Tailscale lässt geteilte Nutzer an jeden Port des Hosts. Ersetz sie durch eine Regel für deine eigenen Geräte und eine, die geteilte Nutzer nur an die Ports 9777 und 9779 lässt. In der Anleitung steht der Schnipsel. Dann fügt dein Freund die Tailscale-Adresse des Hosts mit Port 9777 hinzu.

Ihn als Gast reinlassen

Seine erste Verbindung wartet in der Web-Konsole unter Warten auf Freigabe. Die Konsole ist nur aus deinem eigenen Netzwerk und deinem Tailnet erreichbar.

  • Nimm eine PIN, nicht bloß „Freigeben“. Lies die vier Ziffern im Voice-Chat vor. Den Namen, den ein Gerät anzeigt, hat es sich selbst gegeben.
  • Wähl „Nur Controller“. Er bekommt Controller-Eingaben und sonst nichts: keine Tastatur, keine Maus, keine Zwischenablage, kein Mikrofon und keinen Spielstart.
  • Wähl „Until they disconnect“. Eine Minute nach seiner letzten Session wird die Kopplung entfernt, du musst nichts aufräumen.

Jetzt ablaufen lassen oder Entkoppeln unter Gekoppelte Geräte beendet seine Session sofort.

Wenn du unbedingt einen Port weiterleiten musst

Porthole und Tailscale halten deinen Host aus dem Internet heraus, eine Weiterleitung nicht. Wenn du es trotzdem machst:

  • Leite UDP 9777 und 9779 an den Host weiter. Leite niemals 47990, 47992 oder 9778 weiter: die Management-API, die Web-Konsole und das Streaming im Browser.
  • Schick den Deep-Link aus Host → Gerät verbinden mit deiner öffentlichen Adresse darin, keine nackte Adresse. Er enthält den Fingerprint deines Hosts, so prüft schon die erste Verbindung, dass es wirklich dein PC ist.

Fremde werden anklopfen, und ein nicht gekoppeltes Gerät bekommt nichts. Ein Anklopfen aus dem Internet trägt From the internet und hat kein Freigeben. Klick in dieser Zeile auf Arm PIN: Die PIN gilt nur für dieses Gerät, und es startet mit „Nur Controller“ und „Until they disconnect“.

Was du lieber nicht nimmst

ZeroTier, Hamachi und Radmin VPN öffnen deinem Freund jeden Port auf deinem Host. playit.gg, ngrok und Cloudflare Tunnel können kein Video tragen.

Jeder Schritt, auch der Voice-Chat, steht in der Anleitung für Freunde übers Internet. Warum eine vierstellige PIN sicher ist: Eine PIN, die sich nicht durchprobieren lässt.